Vitamin C-Hochdosisinfusion

Vitamin C kann vom Menschen nicht selbst hergestellt werden und auch nicht gespeichert werden, da es wasserlöslich ist. Vitamin C ist u.a. an Stoffwechselvorgängen des Gehirns, der Muskeln, des Herzens, der Nieren, der Knochen, der Nerven, des Immunsystems, der Leber und der Augenlinse beteiligt.

Die Aufnahme von Vitamin C über die Nahrung ist oft nicht ausreichend, laut dem Max Rubner-Institut nimmt jeder Dritte Deutsche zu wenig Vitamin C zu sich. Dies liegt einerseits oft an einer zu langen Lagerungszeit, weiten Transportwegen, falscher Aufbewahrung und/ oder Zubereitung der Nahrungsmittel. Andererseits ist der Vitamin C-Bedarf erhöht bei akuten und chronischen Infekten, chronisch entzündlichen Erkrankungen (z.B. Arthritis), bei Aufnahmestörung im Darm, nach Operationen und bei Rauchern.

Bei einer Aufnahme von Vitamin C über den Mund kann im Dünndarm nur eine begrenzte Menge Vitamin C in das Blut aufgenommen werden. Wird das Vitamin C als Infusion gegeben, wird eine hohe Vitamin C-Konzentration im Blut erreicht, die 4-8 Stunden anhält. Durch Nahrung und Tabletten sind solche hohen Spiegel im Blut nicht zu erreichen.

Ein beginnender Vitamin C-Mangel kann sich durch Anzeichen wie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Erschöpfung und eine Schwächung des Immunsystems bemerkbar machen. Mit zunehmendem Mangel kommt es zu Entzündungen am Zahnfleisch, zur Lockerung und sogar zum Ausfall der Zähne sowie zu Schwellungen der großen Gelenke. Betroffene, die diese Symptome an sich feststellen, können sich den Verdacht eines Vitamin-C-Mangels durch einen Arzt bestätigen lassen.

Bei Säuglingen wird ein Vitamin C-Mangel als Moeller-Barlow-Syndrom bezeichnet. Zu den Folgen dieser Erkrankung zählen Störungen der Knochenbildung und ein gehemmtes Wachstum.

Da Vitamin C auf bestimmte Therapien Einfluss nehmen kann, erfolgt vorher immer eine Anamnese und ein Aufklärungsgespräch. Eine Vitamin C-Infusion (Gabe als Tropf über die Vene)  dauert ca. 30-45 Minuten.